
24. Oktober 2026 – 23. Januar 2027
Eine 6-teilige Filmreihe mit Gesprächen
zum Thema «Film im Film»
im Stadtkino Basel




Filmperlen 2026 im Stadtkino Basel
Was sind die Filmperlen?
Die Filmperlen sind ein kuratiertes Filmfokusprogramm im Stadtkino Basel. An sechs Samstagen werden internationale Filme zu einem ausgewählten Thema gezeigt – dieses Jahr unter dem Titel «Film im Film».
Zu entdecken sind cienastische Perlen der letzten 30 Jahre, jenseits des Mainstream-Kino-Radars. Gemeinsam tauchen wir in überraschende Werke, ungewöhnliche Erzählweisen und neue Blickwinkel auf das Medium Film ein.
Die Teilnehmenden erhalten jeweils eine Einführung und nützliche Hintergrundinformationen. Gemeinsam werden die Filme visioniert und anschliessend besprochen – bei einem Apéro ergibt sich dazwischen die Gelegenheit gemütlich mit anderen Filmbegeisterten ins Gespräch zu kommen.
Die Filmperlen bieten einen zugänglichen Rahmen für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Medium Film und dessen Entstehung. Ergänzt wird das Programm gelegentlich durch geladene Filmschaffende und Gäste.
Programm 2026
zum Thema «Film im Film»
Seit seiner Entstehung entführt das Kino die Zuschauenden in andere Realitäten. Um den Sog der Geschichte sich ungestört entfalten zu lassen, gilt es als hohe Kunst die erzählerischen Mittel wie Inszenierung, Kamera oder Schnitt gekonnt zu kaschieren – das Publikum soll vergessen können, dass es im Kino sitzt.
Dieser Filmperlen-Zyklus rückt hingegen gezielt den Film als Medium in den Vordergrund. Gezeigt werden ausgewählte Werke, die ihre Erzählform auf unterschiedliche Weise reflektieren: Werke, die sich selbst kontemplieren, Film als politisches Mittel verstehen, die Grenzen ihrer eigenen Sprache ausloten oder ihre eigene Machart hinterfragen, indem sie das Filmemachen selbst als Handlung inszenieren.


Sa, 24. Oktober 2026, 10.30 Uhr
«Taxi Teheran»
Jafar Panahi
2015, Iran, 82’, OV/d
→ Trailer
Der im Iran mit Berufsverbot belegte Regisseur Jafar Panahi nimmt auf dem Fahrersitz eines Taxis Platz und lässt Begegnungen mit seinen Fahrgästen zu einem ebenso lebendigen wie vielstimmigen Porträt Teherans werden. Zwischen Dokumentation und Fiktion verschwimmen die Grenzen des filmischen Erzählens.
Eindringlich reflektiert Panahis Schaffen das Kino als Akt politischen Widerstands und als Möglichkeit, trotz Zensur gesellschaftliche Wirklichkeit sichtbar zu machen.


Sa, 7. November 2026, 10.30 Uhr
«The Souvenir Part II»
Joanna Hogg
2021, UK, 107’, OV/d
→ Trailer
Nach dem tragischen Ende ihrer turbulenten Liebesbeziehung verarbeitet die Filmstudentin Julie ihre Erfahrungen in ihrem ersten eigenen Spielfilm.
Bildgewaltig und zugleich mit grosser Sensibilität zeichnet Joanna Hogg einen kreativen Prozess entlang von Erinnerung, Selbstbefragung und künstlerischer Formfindung. So entsteht ein ebenso intimes wie kluges Porträt, wie Kino Wirklichkeit verarbeitet und wie Filmemachen zu einem Findungsprozess der eigenen Stimme werden kann.


Sa, 5. Dezember 2026, 10.30 Uhr
Schweizer Kurzfilmblock
5 Kurzfilme
80’, OV/d
«-sensemaking+», 2026, 23'
Lena Marie Rheinländer«Crushed», 2022, 8'
Ennio Rocca«Un_Sichtbar», 2022, 14'
Bernadette Kolonko«Ours», 2022, 20'
Morgane Frund«Qui part à la chasse», 2025, 11'
Lea Favre
Fünf junge Schweizer Regisseur*innen stellen ihre Kurzfilme vor, in denen das Medium Film zu einem der Hauptelemente innerhalb der Handlung inszeniert wird.
Im Anschluss an das Screening geben die anwesenden Filmschaffenden in einem Podiumsgespräch Einblick in ihre Prozesse.


Sa, 21. November 2026, 10.30 Uhr
«Clouds of May»
Nuri Bilge Ceylan
1999, Türkei, 140', OV/d
→ Trailer
Muzaffer kehrt in sein anatolisches Heimatdorf zurück, um dort mit Familie und Dorfbewohnern einen Film zu drehen. Während Projekt und Alltag zunehmend ineinanderfliessen, entstehen ebenso humorvolle wie melancholische Beobachtungen über Familienbeziehungen, Heimat und das Vergehen der Zeit.
Nuri Bilge Ceylan macht den Prozess des Filmemachens selbst zum poetischen Gegenstand der Erzählung und erkundet die feine Grenze zwischen Wirklichkeit und Inszenierung.


Sa, 9. Januar 2027, 10.30 Uhr
«Synecdoche, New York»
Charlie Kaufman
2008, USA, 124’, OV/d
→ Trailer
Ein hypochondrischer Theaterregisseur stürzt sich in ein monumentales Kunstprojekt, das immer grössere Dimensionen annimmt. Während er versucht das Leben bis ins kleinste Detail nachzubilden, droht im die Inszenierung zu entgleiten.
Charlie Kaufman entwirft ein scheinbar undurchdringbares Labyrinth aus Realität, Inszenierung und obessiver Selbstbeobachtung in dem sich seine Hauptfigur verstrickt. Als vielschichtige Metaerzählung lotet «Synecdoche, New York» die Grenzen des Erzählens und die Erfassbarkeit des Menschseins aus.


Sa, 23. Januar 2027, 10.30 Uhr
«After Life»
Hirokazu Kore-eda
1998, Japan, 119’, OV/d
→ Trailer
An einem Ort zwischen Leben und Tod wählen Verstorbene eine einzige Erinnerung, die von einem kleinen Filmteam sorgfältig für die Ewigkeit inszeniert wird. Erst durch diese filmische Rekonstruktion können sie ihren Weg ins Jenseits antreten. Ein geschicktes Zusammenspiel zwischen Fiktion und dokumentarischem Material, das der Bedeutung von Erinnerung nachsinnt.
Auf berührende Weise feiert Hirokazu Kore-eda das Kino als Kunstform, die in einer Welt des Vergänglichen zwar nicht alles zu bewahren, aber neue Wirklichkeiten zu schaffen vermag.
Abo-Preise
Für alle etwas dabei!
Das Abo umfasst alle 6 Filme des jeweiligen Filmperlen-Zyklus inklusive Infomaterial, Rahmenprogramm und Apéro.
Das Abo ist übertragbar. Anmelden können Sie sich ab dem 31. Juli 2026 hier oder direkt an der Stadtkino-Kasse.
Mini-Perle
110 CHF
Der Kleine Preis richtet sich an alle Personen, die nur über begrenzte Mittel für den Filmperlenbesuch verfügen, oder probehalber in das Format schnuppern möchten.


Soli-Perle
180 CHF




Perlentaucher*in
150 CHF
Der Richtpreis deckt die effektiven Unkosten des Filmperlen-Angebots. Er richtet sich an alle, die den regulären Beitrag zur Durchführung des Programms leisten möchten.
Mit dem Soli-Preis ermöglichen Sie Menschen mit geringeren finanziellen Mitteln den Besuch unseres Filmperlen-Angebots.
Ihre grosszügige Unterstützung ermöglicht es, die breite kulturelle Teilhabe zu fördern und den Zugang zu Bildung und Unterhaltung für alle zu gewährleisten.
Über uns
Die 2015 von Alfred Schlienger ins Leben gerufenen «Filmperlen» werden seit 2026 von Samuel Waltz und Basil Huwyler im Stadtkino Basel weitergeführt.
Samuel Waltz arbeitet im Kulturmanagement im Filmfestivalbereich, Basil Huwyler ist als visueller Gestalter in der Kulturvermittlung tätig. Als langjährige Besucher der Filmperlen verbindet sie die Begeisterung für das besondere Format und die Freude daran, gemeinsam neue filmische Entdeckungen zu ermöglichen.
Mit den Filmperlen möchten sie einen Ort erhalten und weiterentwickeln, an dem Kino als gemeinsames Erlebnis, kultureller Austausch und cineastische Entdeckungsreise zusammenkommen.


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